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06.06.12 Über die Folterinstrumente der finanziellen Repression

Mittwoch, 06. Juni 2012 | 10:52

von Mr N. N. ...Am gestrigen Dienstag ging es nur noch leicht bergab am deutschen Aktienmarkt. Zumindest kurzfristig könnte die Chance auf eine technische Gegenbewegung über die 6000er-Marke bestehen.

Unterstützt Draghi die kurzfristige Erholung?

Gut möglich, dass am heutigen Mittwoch die EZB die kurzfristige Stabilisierung am Aktienmarkt unterstützen wird. Und zwar mit einer Senkung des Leitzinses unter das historische tiefe Niveau von einem Prozent. Gut vorstellbar auch, dass das Team um Mario Draghi abermals die Dicke Bertha" aus dem Wergzeugkasten hervorholen wird. In der Tat wäre es wirklich eine Überraschung, wenn der EZB-Rat keine Krisenreaktionsmaßnahmen ergreifen würde.

Zeitalter der finanziellen Repression

Leitzinssenkung hin, Leitzinssenkung her, mittel- bis langfristig geht kaum ein Weg an der finanziellen Repression vorbei. Anders formuliert, die schleichende Enteignung der fleißigen Sparer, deren Lebensersparnisse vornehmlich in gewöhnlichen Papiergeldanlagen konserviert sind, wird weiter voranschreiten. Einige Auguren vermögen hier bereits den größten Raubzug der Geschichte zu erkennen. Sicherlich nicht verkehrt, denn die Dimension der zu sanierenden Finanzruinen ist wahrlich gigantisch.

Konkrete Folterinstrumente

Ja, welche konkreten Folterinstrumente werden die Verantwortlichen nun im Zeitalter der finanziellen Repression zur Anwendung kommen lassen. Es scheint nahezu ausgemachte Sache zu sein, dass die Zinsen auf Bankeinlagen auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte nahe dem Null-Niveau eingefroren werden. Gleichzeitig wird mit aller Macht eine Inflationierung betrieben. Hinzu kommen dann noch Kapitalverkehrskontrollen, die ja jetzt schon mit Blick auf die Schweiz etwa konkret angedacht werden. Dem ist aber noch nicht genug.

Bargeld, Gold und Immobilien im Visier

Im weiteren Krisenverlauf müssen sich die Bürger dann auf Einschränkungen beim Abheben von Bargeld einstellen. Ferner droht im Geschäftsleben gar das vollständige Ende der Barzahlung. Für die Besitzer von Betongold stehen drastische Steuer- und Abgabenerhöhungen im Raum. Und last but not least schwebt ein mögliches Goldverbot wie ein Damokles-Schwert über den Goldbugs.

Sicher scheint indes, dass es relativ schwer werden wird, der groben finanziellen Repression auszuweichen. Denn es steht zu befürchten, dass es nur sehr wenige bzw. überhaupt keine Oasen auf der Welt geben wird, in denen die finanzielle Repression nicht zur Anwendung kommen wird.

Und es steht überdies hinaus zu befürchten, dass sich die Verantwortlichen noch ganz andere Folterinstrumente ersinnen werden.

Der Phantasie sind insofern kaum Grenzen gesetzt.

Ja, der Preis, der für die größte Verschuldungsorgie aller Zeiten bezahlt werden muss, wird sehr, sehr hoch sein...

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
Quelle: http://www.investor-verlag.de

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Kürzlich von 'Silbernews.com' veröffentlicht